Personalisierte Künstlerkonten

Natürlich gibt es keine personalisierten Künstlerkonten. Aber entgegen einem weitverbreiteten Missverständnis gehören Künstler von wenigen Ausnahmen abgesehen nicht zu den Spitzenverdienern der Gesellschaft, sondern zählen tendenziell eher zu den Geringverdienern. Besonders freiberufliche Künstler müssen mit erheblichen Einkommensschwankungen rechnen. Sowohl Musiker, Publizisten, als auch Grafiker und andere bildende Künstler haben diverse Möglichkeiten, ihr Geschäftsrisiko abzusichern, ein Grundeinkommen zu behalten und Sozialbeiträge zu sparen. Das Geschäftsrisiko kann durch die Einrichtung eines P-Kontos verringert werden.
Wer bereits ein Girokonto bei einer Bank oder Sparkasse hat, kann es in ein P-Konto umwandeln lassen. Dies garantiert einen pfändungsfreien Grundbetrag, sodass eine rechtliche Priorität gegeben ist, die wenigstens die laufenden Lebenshaltungskosten sichert. Die Umwandlung in ein P-Konto ist dann sinnvoll, wenn die Bank keinen Dispokredit vergeben hat und die Zahlungsmoral des Kunden nicht in Zweifel gezogen werden kann. Allerdings erfolgt eine Überprüfung durch die Schufa, was auch Einfluss auf die Kreditwürdigkeit des Kunden hat. Insofern kann ein P-Konto eröffnen, wer ein dauerhaft niedriges Einkommen hat und vermeiden möchte, dass aufgrund außerordentlicher Belastungen ein Pfändungsanspruch durch Dritte entsteht. Dass dies auch mit einer Herabstufung der Bonität verbunden ist, muss dann allerdings in Kauf genommen werden.
Sozialbeiträge sparen
Eine weitere Möglichkeit Kosten zu sparen, bietet die Künstlersozialkasse. Sie übernimmt im Prinzip für versicherte Künstler die Rolle des Arbeitgebers. Das heißt, sie stockt die Sozialbeiträge des Versicherten um eine staatliche Förderung auf. Da der Grundbetrag für Selbstständige mit geringem Einkommen vergleichsweise hoch ist, kann durch einen geringeren Beitrag eine soziale Mindestabsicherung erreicht werden. Auch dies senkt die monatlichen Kosten und verringert das Risiko der Armutsfalle.




