Kunsthandel im Netz

Der Kunsthandel ist seit jeher ein Geschäft, in dem auch so manche Unregelmäßigkeit ihren Anfang nimmt. Und kaum war das Internet „salonfähig“, und bei so vielen Menschen bekannt, dass man mit einem Onlineshop Geld verdienen konnte, waren auch die Kunsthändler am Start.

Online-Shops mit Kunsthandel gibt es daher im Netz wie Sand am Meer und wer sich in dem Metier nicht auskennt, sollte Vorsicht walten lassen und nicht allzu vertrauensselig sein, denn auch hier sind häufig auch die sogenannten „schwarzen Schafe“ nicht weit. Aber natürlich gibt es viele seriöse Unternehmen, die mit echten Kunstwerken handeln und dafür faire Preise verlangen. Diese kann der Interessent mit geschultem Auge jedoch leicht ausfindig machen. So gibt es zahlreiche Shops, in denen ausschließlich hochwertige und exklusive Gemälde und Antiquitäten verkauft werden. Hier lässt sich stets nach Schwerpunkten suchen, wie beispielsweise antikem Besteck, Silberbesteck und Tafelsilber, Silberschmuck und Kleinantiquitäten, wie Plastiken und Büsten.

Es gibt unter den Künstlern aber auch den einen oder anderen, der das Netz direkt für seine Arbeiten benutzt. Zum Beispiel der Amsterdamer Rafael Rozendaal. Rozendaal verkauft seine Kunst über das Internet, was jedoch nur ein Teil seiner Arbeit ist. Er möchte auch die Kunst auf die Internetseiten bringen. Er gestaltet Webseiten, die zwischen 2.000 und 5.000 Euro kosten. Diese sind mit Animationen versehen, die ein wenig nach alten Computerspielen aussehen. Ein weiteres Beispiel für einen gelungenen Kunsthandel im Netz ist die Firma Kunstmatrix aus Berlin. Diese programmieren virtuelle Räume, die an Galerien vermietet werden. Der Galerist kann hier verschiedene Kunstwerke „aufhängen“, und das ganz ohne Muskelkraft. Allerdings ist man sich in der Kunstszene weitgehend einig darüber, dass alle noch so raffinierten Präsentationen im Netz eine Galerie vor Ort nicht ersetzen können. Denn die Kunst lebt nach wie vor vom persönlichen Kontakt und wird sich nie ganz von virtuellen Ausstellungen verdrängen lassen. Der Erfolg des Online-Kunsthandels wird sicher das eine oder andere Jahr andauern, aber nicht die ursprüngliche Art vertreiben.

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